Monatsarchiv 25. Juli 2022

VonJohannes Frank

Verkehrsunfall Zug vs. PKW

Datum: 24.07.2022

Uhrzeit: 01:07 Uhr

Meldung: THL 2 VU mit LKW ohne eingeklemmte Person

Kräfte:  Feuerwehren Neu-Ulm, Ulm, Pfuhl, Reutti

NEU-ULM. Kurz vor Mitternacht kam es am Bahnübergang im Bereich der Reuttier Straße zu einem Unfall zwischen einer Regionalbahn und einem Kleintransporter. Wie sich im Rahmen der ersten Ermittlungen herausstellte befuhr der 33-jährige Fahrer eines Kleintransporters die Reuttier Straße in südöstliche Fahrtrichtung und umfuhr dabei die bereits geschlossene Halbseitenbeschrankung am entsprechenden Bahnübergang der Zugstrecke Ulm – Kempten. Die zeitgleich heranfahrende Regionalbahn, welche sich auf dem Weg zum Ulmer Hauptbahnhof befand, kollidierte dabei frontal mit dem entsprechenden Kleintransporter. Durch den massiven Aufprall wurde der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert und konnte einige Meter nach dem Bahnübergang durch die ersten Rettungskräfte im Gleisbereich aufgefunden werden. Der zugehörige Kleintransporter verkeilte sich jedoch so stark mit der Regionalbahn, sodass dieser einige hundert Meter mitgezogen wurde. Der 33-Jährige wurde in diesem Zusammenhang schwer verletzt und musste mittels Rettungswagen und Notarzt in ein umliegendes Krankenhaus verbracht werden. Da bei dem Fahrzeugführer eine Beeinflussung durch Alkohol nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zusätzlich eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Glücklicherweise wurden sowohl die 42-jährige Lokführerin, als auch die im Zug befindlichen Fahrgäste nicht verletzt. Die etwa 40 Fahrgäste wurden nach einer kurzen Wartezeit mittels einem organisierten Bus der Feuerwehr Ulm zum Bahnhof nach Neu-Ulm und Ulm verbracht und konnten anschließend ihre Reise fortsetzen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand beläuft sich der Sachschaden an der Regionalbahn, am Kleintransporter und am Gleiskörper auf mindestens 100.000,00 Euro. Neben starken Kräften der Polizeiinspektion Neu-Ulm waren auch Beamte aus den umliegenden Dienststellen und ein Polizeihubschrauber sowie Beamte der Bundespolizei am Einsatz beteiligt. Neben der Feuerwehr aus Neu-Ulm, waren auch die Feuerwehren aus Reutti und Pfuhl, sowie mehrere Fahrzeuge des bayerischen Roten Kreuzes mit über 45 Einsatzkräften an den Rettungsmaßnahmen beteiligt. Zusätzlich waren diverse Mitarbeiter der Deutschen Bahn ebenfalls vor Ort, die sich sowohl um den Zug selbst, als auch um die Abwicklung des Bahnverkehrs kümmerten. Aufgrund der starken Beschädigung am Zug und im Gleisbereich, kam und kommt es weiterhin zu Behinderungen im entsprechenden Streckenabschnitt. Da sich der Kleintransporter so stark im Frontbereich der Regionalbahn verkeilt hatte und das Trümmerfeld sich auf eine Länge von einigen hundert Meter hinzog, war auch ein Abschlepp- und Bergeunternehmen mit mehreren Fahrzeugen und Mitarbeitern vor Ort.

(PI Neu-Ulm)

VonJohannes Frank

Neue Kommandanten

Am 12.07.2022 wählten die Feuerwehrleute in Pfuhl eine neue Führung. In zwei Wahlgängen wurden Stefan Zimmermann als 1. Kommandant mit einer Mehrheit von 64,1 %, sowie Johannes Frank als stellvertretender Kommandant mit 79,5 % der abgegebenen Stimmen gewählt. Johannes Frank war bereits in der letzten Wahlperiode als stellvertretender Kommandant eingesetzt.Das neue Führungsduo der Freiwilligen Feuerwehr Pfuhl wird noch formal vom zuständigen Fachausschuss des Neu-Ulmer Stadtrates bestätigt. Wir danken dem bisherigen Kommandanten Edin Kasumovic für sein herausragendes Engagement in den letzten Jahren.

73Maximilian Frank, Michael Kießling und 71 weitere Personen7 Mal geteiltGefällt mirKommentierenTeilen

VonJohannes Frank

Gebäudebrand

Datum: 27.06.2022

Uhrzeit: 14:32 Uhr

Meldung: B3 Dachstuhlbrand

Kräfte:  Feuerwehren Neu-Ulm, Ulm, Pfuhl, Burlafingen, Finningen, Gerlenhofen, Reutti, BRK Neu-Ulm

Kurz nach 14 Uhr war eine Ford-Fahrerin auf der Straße Im Starkfeld in Neu-Ulm unterwegs, als während der Fahrt Rauch aus dem Fahrzeug kam. Die Frau fuhr daher in ein fremdes Firmengelände, um sich Hilfe zu holen. Ihre 7-jährige Enkelin und sie selbst stiegen aus, dann rief die Frau ihren Ehemann an, um sich Rat zu holen. Noch während des Telefonates schlugen Flammen aus dem Auto, nun rief die Frau die Feuerwehr. Als die Polizei und die Feuerwehr eintrafen, brannte das Auto bereits lichterloh und die Flammen schlugen gegen das danebenstehende Lager- und Bürogebäude, der Dachstuhl des einstöckigen Gebäudes fing dadurch Feuer.

Für die Feuerwehr war es nahezu unmöglich, den Brand zu löschen, da das Dach mit Dachpappe gedeckt war und das Löschwasser so von oben nicht an das Feuer kam. Von unten war das Löschen durch eine Zwischendecke genauso unmöglich. Mit viel Wasser wurde das Gebäude von einer Drehleiter aus von oben gekühlt und von den Seiten wurde versucht, in den Zwischenraum zwischen Dach und Zwischendecke hineinzulöschen. Die Isolierwolle in der Dachisolierung schwelte vor sich hin, erzeugte viel Rauch, der über die Neu-Ulmer Südstadt zog, und immer wieder bildeten sich Wolken aus Brandgasen, die mit Feuerbällen unter dem Dach hervorschossen. Das Technische Hilfswerk kam mit einem Bagger zu dem brennenden Haus, um mit einem Greifer das Dach aufzureißen und das Löschen zu ermöglichen. Der Baggerfahrer arbeite genauso wie die Feuerwehrleute mit Atemschutz. Wegen Außentemperaturen nahe 30 Grad mussten die Feuerwehrleute immer wieder ausgetauscht werden, damit sie sich von dem kräfteraubenden Löscheinsatz erholen konnte. Das Bayerische Rote Kreuz versorgte alle Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken.

Die Bewohner eines direkt angebauten Wohnhauses brachten sich auf dem Parkplatz eines gegenüberliegenden Baumarktes in Sicherheit und wurden dort vom Roten Kreuz betreut. Die Stadt Neu-Ulm kümmerte sich um eine Ersatz-Unterkunft bis das Wohnhaus wieder rauchfrei ist. Die zusätzlich alarmierte Feuerwehr Ulm kam mit einer weiteren Drehleiter und kühlte mit einer Riegelstellung erfolgreich den Übergang zwischen dem brennenden Lagergebäude und dem Wohnhaus, damit das Wohnhaus unversehrt bleibt. Damit diese zweite Drehleiter ausreichend mit Löschwasser versorgt wird, brachte die Ulmer Feuerwehr einen Tanklastzug mit 25 000 Liter Wasser und holte weiteres Löschwasser aus einem Hydranten neben dem Neu-Ulmer Friedhof, daher musste nicht nur die Straße vor dem brennenden Haus gesperrt werden, sondern auf die Reuttier Straße, die eine wichtige Ausfallstraße in Neu-Ulm ist. Die Neu-Ulmer Polizei musste hier den Verkehr regeln.

Nach rund sechs Stunden war der Brand gelöscht und der Großteil der rund einhundert Einsatzkräfte konnte heimkehren, eine vierköpfige Brandwache blieb über Nacht. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen zum Brand aufgenommen und geht derzeit von einem technischen Defekt am Pkw aus. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen über 100 000 Euro.